Geschichte

Bienen-Kurs 1923, Nidwalden (Bienenstand im Gstift, Stans)

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1992
Im Jubeljahr des Vereins kann auf dem Lehrbienenstand unter der Leitung von Kursleiter Sigi Zwyssig ein Grundausbildungskurs mit 23 Teilnehmern durchgeführt werden. Dieser Nachwuchs ist erfreulich. Richard Greuter, Ennetmoos kann die Ausbildung als neuer Kursleiter und Berater erfolgreich abschliessen. Der Verein zählt 107 Mitglieder, davon sind 90 Bienenhalter mit 1157 Bienenvölkern.
Die Feier “100 Jahre Bienenzüchterverein Nidwalden“ wird auf den 4. Oktober angesetzt, mit Gast recht in der Krone Buochs, wo vor hundert Jahren mit der Gründung eine bewegte wie erfolgreiche Vereinsgeschichte eingeleitet worden ist.
1990
Der Verein nimmt den Bienenenstand Flühler, Wilgass in Pacht, um ihn als Lehrbienenstand zu benützen.
1989
Varroaausbruch in Nidwalden. Bereits mussten in fünf Gemeinden auf 16 Ständen insgesamt 244 Völker behandelt werden.
1987
wird beschlossen, künftig die GV statt am Sonntag-Nachmittag am Freitag-Abend abzuhalten.
1985
Klaus Zumbühl, Wolfenschiessen löst Josef Niederberger, Oberdorf nach 23 Amtsjahren als Bieneninspektor ab. Am 18. März stirbt in Ennetbürgen der in weiten Kreisen bekannte Bienenzüchter Franz Odermatt, Weid, im hohen Alter von 98 Jahren.
1985
Josef Rüttimann, Hergiswil tritt nach 23 Jahren Vorstandstätigkeit zurück. Schon nach halbjähriger Vorstandstätigkeit wurde ihm 1962 das Präsidentenamt übertragen. An der GV wird er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Gleichzeitig darf er für 30 Jahre Vereinstreue das Veteranenabzeichen des VDSB entgegennehmen.
1983
Fredi Odermatt, Stansstad schliesst den Kursleiterkurs mit Erfolg ab. Er steht einem Anfängerkurs mit 20 Teilnehmern vor.
1982
Am Stanser Wuchemärcht nützt der Bienenzüchter verein die Gelegenheit, Imkergerätschaften auszustellen und die Besucher über die Bienenzucht zu informieren.
1976
Mit einem Honigertragsdurchschnitt von 25 kg pro Volk kann 1976 ebenfalls als Honigjahr des Jahrhunderts in die Geschichte eingehen.
1974
Josef Gander, Gütsch, wird an der GV für 25 Jahre Mitwirkung bei den Rentabilitätserhebungen des VDSB geehrt.
1972
Das Sitzungsgeld des Vorstandes, das seit Jahrzehnten zwei Franken betragen hat, wird mutig auf vier Franken verdoppelt. Schwerer Faulbrutfall in Ennetmoos. Auf sechs Ständen mussten 34 Völker vernichtet werden.
1971
stellt der Kanton erstmals 30 Rappen pro Volk für die Tierseuchenkasse in Rechnung. Innerhalb des Vorstandes soll eine Zuchtgruppe gebildet werden, damit man nicht aus der Übung fällt, aber auch, um weitere Mitglieder anzuspornen.
1968
Ist das Honigjahr des Jahrhunderts mit Durchschnittsernten von 19–20 kg pro Volk. Doch auch hier zeigt sich nicht ungetrübtes Glück für die Imker, tragen doch die Imben vielerorts “Zementhonig“ ein, was sich auf die Honigkontrolle aus wirkt. Es mussten mehrere Proben zurückgewiesen werden.
1967
Durch einen unsachgemäss durchgeführten Sprühversuch mit einem Pilatus-Porter sind in der Umgebung des Flugplatzes Buochs-Ennetbürgen Bienenschäden eingetreten, die in der Folge gütlich er ledigt werden können. Zum 75jährigen Bestehen des Vereins wird auf den 8. Oktober nach Buochs ins Hotel Krone zur Jubiläumsfeier eingeladen. Nebst den kantonalen Ehrengästen, VDSB-Präsident Dr. Emil Wipfli, dem Gemeinderat Buochs, den Präsidenten der benachbarten Imkervereine Obwalden und Luzern, lauschten die weitern Anwesenden den Festreden und dem von Thea Uhr verfassten Spiel “Bienen und Menschen“. Als Dank für den Festbericht durfte alt Regierungsrat Adolf Flühler die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen. – Die Jubiläumsauslagen samt Festessen wurden mit Fr. 1‘495.65 beglichen und zwar aus dem “Spezialfonds“, der durch die neue kantonale Tierseuchen gesetzgebung “überflüssig“ geworden ist.
1966
werden bei 12 Imkern starker Nosemabefall, Septikämie und Rikettsiose festgestellt. Der neu erkorene Berater Siegfried Zwyssig wird Nachkontrollen vornmehmen und die Geschädigten über die Vergütungen aus der Seuchenkasse orientieren. Nicht geklärt ist noch, ob der Bienenberatung auch vom Kanton unterstützt wird. Durch einen Auszug aus den Verhandlungen des Regierungsrates wird bestätigt, dass der Kanton die Beratung mitfinanziert.
1965
Der Jahresbeitrag wird auf fünf Franken erhöht. Unsachgemässe Verwendung von Pflanzenschutzmitteln hat auf dem Stand von alt Regierungsrat Adolf Flühler zu Bienenvergiftungen geführt.
1964
Der mitfinanzierte Bienenfilm wurde in fast allen Gemeinden vorgeführt, ebenso in vielen Schulen unseres Kantons. Haupttraktandum an der GV ist die Statutenrevision, die mit wenig Abänderungen ein stimmig genehmigt wird. Man nimmt auch Kenntnis vom “Handel“ in Sachen Belegstation Grunggis. Für das verbliebene Volk zahlt die Zuchtgruppe Grunggis 20 Franken. Sie wird anderseits vom Verein zu einem Zabig eingeladen. Der Zuckerpreis macht einen Höhenflug. Der Preis klettert auf Fr. 123.50. Aktuar Niederberger vermerkt im Protokollbuch: “Wir wollen Gott danken für das ausgezeichnete Honigjahr 1964. Durchschnitt pro Volk: 14 kg!“
1963
wird ein Gesuch an den Kanton gestellt, die Autobahnabböschungen mit guten Bienenweidepflanzen zu versehen.
1962
Alois Rohrer, Büren, wird zum neuen Präsidenten gewählt. Doch schon am 11. September 1962 ereilt ihn der Tod beim Transport seines Bienenwagens. Josef Niederberger, Oberdorf, löst Bieneninspektor Ernst Odermatt, Buochs, nach elf Amtsjahren ab. Am 11. November wird im Hotel Krone, Buochs, das 70 Jahr Jubiläum gefeiert. Regierungsrat Adolf Flühler hält die Festrede und gibt einen Überblick über das Vereinsgeschehen. Anschliessend wird ein Jass geklopft und allen Teilnehmern ein feines Zabig serviert.
1960
Weil die Zuckerpreise zurückgegangen sind, wird der beim VLGZ in Hergiswil bestellte Zucker nicht restlos bezogen. Ein Gesuch an den Regierungsrat zur Deckung des entsprechenden Fehlbetrages wird abgelehnt. Somit hat die Vereinskasse den Fehlbetrag von Fr. 178.60 zu tragen.
1959
Der Jahresbeitrag wird nun doch von zwei auf drei Franken erhöht.
1958
wird Ernst Odermatt aus Buochs neuer Vereinspräsident.
1957
Das Zucker- Verbilligungsgesuch wird abgelehnt. Die GV lehnt ebenfalls die Erhöhung des Vereinsbeitrages von zwei auf drei Franken ab!
1956
Wird an den VDSB ein Gesuch eingereicht zur Verbilligung des Zuckers.
1955
werden 200 Franken beschlossen, damit der Zentralvorstand VDSB einen zweiteiligen Bienenfilm her stellen kann. Im ersten Teil sollen Bilder allgemeinen Inhalts und im zweiten Teil die Krankheitsbekämpfung dargestellt werden.
1952
An den Versammlungen werden inskünftig die beiden Bienenzüchtervereine von Obwalden und Nidwalden gegenseitig die Vereinsanlässe besuchen.
1951
Bieneninspektor Mariä Wyrsch tritt nach 25 Jahren zurück. An seine Stelle wird Ernst Odermatt, Buochs, gewählt. Mut beweist der Vorstand, indem er eine Honigprobe eines Vorstandsmitgliedes zur Kontrolle nach Liebefeld einschickt. Der Bericht lautet: “Honig gut und rein.“
1950
In Oberdorf wird ein Nosemafall festgestellt.
1949
Die Mitglieder werden aufgerufen, an der Wanderversammlung in Engelberg teilzunehmen.
1946
wird der Vereinspräsident Adolf Flühler zum Regierungsrat gewählt.
1944
wird ein erneuter Faulbrutfall aus Obwalden gemeldet. Besonders betroffen davon ist Raphael Christen aus Wolfenschiessen, der im Melchtal viele Völker plaziert hat.
1942
Am 29. November findet die Gründungsfeier “50 Jahre“ im Hotel Krone, Buochs, statt. Der Verein hat mit dem Wirt ein Zabig zu Fr. 3.50 vereinbart: Suppe, Bratwurst, Kartoffelstock und ein Schöppli Wein. Der Wunsch von Protokollführer Ernst Odermatt sei hier festgehalten und erneuert: “Gott schütze unsere Bienen und unsere liebe Heimat, die Schweiz!“
1942
Für die Frühjahrsfütterung gibt das Kriegsernährungsamt (KEA) pro Volk 5 kg Zucker ab. 64 Teilnehmer an der GV. Die Honigrationierung bedingt die Einführung eines Rapportformulars für jeden Imker. – Vereinsbestand: 134 Mitglieder.
1941
Den Vereinsmitgliedern wird empfohlen, einander auszuhelfen in der Besorgung der Bienen bei Abwesenheit zufolge Aktivdienst.
1940
Generalmobilmachung. Verschiebung des Anfängerkurses. Die Zuckeraktion (100 Sack à 102 kg) bringt dem Verein netto nur Fr. 3.10 ein. Neu soll der Vertrieb über die Landw. Genossenschaften erfolgen. Zuckerabgabe erfolgt nur gegen Rationierungsmarken.
1939
Das Oberkriegskommissariat (OKK) bewilligt im Nachsommer eine zusätzliche Abgabe von 6 kg Zucker pro Volk.
1937
An der DV in Arbon legte der VDSB ein Reglement betreffend Nosema-Hilfskasse vor. Der Verein stimmt an der Extraversammlung grossmehrheitlich zu (10 Rp. Faulbrutprämie; 15 Rp. für Nosemakasse). Die Zuckerzufuhr ist seit Kriegsausbruch unterbunden, die -abgabe eingestellt.
1933
Bei der Zuckeraktion “verführt“ Josef Filliger, Autotransporte, 444 Sack Zucker. Die Gebirgshilfe des Bundes für über 1000 m ü.M. gelegene Bienenstände ist für Nidwalden kaum von Bedeutung.
1932
Einladung zum Gegenbesuch des Vortrages der Sektion Obwalden
1931
Zur Vortragstagung in Stans mit Referent Dr. Leuenberger wird der Imkerverein Obwalden eingeladen.
1929
stimmt die GV den neuen Statuten zu. An der Delegierten- und Wanderversammlung in Luzern nimmt der gesamte Vorstand teil.
1928
Ausflug mit Mittagessen und Vortrag im Rosenberg und Besichtigung des Bienenmuseums. Die 61 Teilnehmer fahren mit drei Autos.
1927
19 Teilnehmer sind am Bienenkurs, der von Herrn Theiler, Rosenberg, geleitet wird.
1926
Gründung Nosemafonds mit einer Einlage von Fr. 500.– aus der Vereinskasse nebst Beitrag von 5 Rp. je Volk.
1926
Es fallen insgesamt fünf Wahlvorschläge für das Amt des Schreibers.
1926
Mariä Wyrsch, Stigli, Buochs, wird dem Regierungsrat zur Wahl als Bieneninspektor vorgeschlagen.
1925
Faulbrutfall in Oberdorf. 72 Mitglieder besuchen die GV. Vortrag über Tracheenmilbe.
1923
orientiert Bieneninspektor Alois Berlinger, dass die Milbenkrankheit ins Eidg. Tierseuchengesetz aufgenommen wurde und Anzeigepflicht besteht.
1922
Ausbruch der Faulbrut in Engelberg.
1921
Legat von Karl Gut? “Das Kassabüchlein von Karl Gut soll auf die Spar- und Leihkasse übertragen werden“, lautet die Eintragung im Protokoll.
1921
Die Bienenvölker des Vereins sollen zum Mindestpreis von Fr. 150.-- verkauft werden (Stand Tottikon?).
1920
Für den Vorstand und die Abgeordneten wird eine Entschädigung eingeführt. Empfehlung, nur starke Völker durchzuwintern und mit der Auffütterung schon um Mitte August zu beginnen.
1918
Verkauf des Bienenstandes Tottikon mit Kasten und Völkern wird diskutiert. – In den Kriegsjahren erfolgte die Zuckerbeschaffung gemeinschaftlich.
1917
Erhöhung des Jahresbeitrages auf Fr. 1.50 plus 3 Cts. pro Volk.
1914
wird die Errichtung eines kleinen Bienenstandes beschlossen.
1913
Errichtung Belegstation Blumatt
1912
Nachdruck von 100 Statuten-Exemplaren
1911
Infolge schlechter Beteiligung an der GV wird beschlossen, Rechnungsablage und Protokollverlesen auf die nächste GV zu verschieben.
1910
Sehr schlechtes Honigjahr. Bei den Überschwemmungen im Juni gingen viele Bienen in der Flutkatastrophe zugrunde. Es ist viel Futter nötig, besonders bei den Schwärmen.
1905
Ein Honigmuster wird zum Untersuch nach Zürich gesandt (Jahre später geht ein Muster ins Labor Brunnen). Beitritt des Vereins in den Bauernverein Nidwalden. In spätem Jahren wird um den Kollektiv-Mitgliederbeitrag gefeilscht.
1903
Ein Missjahr (wie später noch so viele)? Nur vier Mitglieder lassen den Honig kontrollieren.
1902
Das Jahresprogramm sieht “Standesinspektionen“ (Standbesuche) vor.
1901
Fräulein Paulina Wyrsch, Buochs, wird in den Vorstand und zugleich als Präsidentin gewählt. 17 Mitglieder treten der Unfallversicherung bei.
1899
wird die Anschaffung von Zuchtkasten diskutiert.
1898
Bezirksrat W.C. Freyenmuth, Weilhausen TG hat ein detailliertes Programm für den von ihm geleiteten Bienenzuchtkurs zusammengestellt (4 Tage im Mai, 3 Tage im August.)
1893/1894
Der Luzerner Lehrer Josef Dommann ist Leiter des ersten Bienenkurses.
1892
Vereinsgründung am 9. Oktober im Hotel Krone, Buochs